Saubere Arbeitsfläche
Abgewischt, trocken und frei. Alkoholtupfer und ein Abwurfbehälter für die Nadel liegen bereit.
Ein Pen nimmt dir das Abwiegen und das Auflösen ab. Was bleibt, ist ein Gerät mit einem Klickmechanismus, das sauber gehandhabt werden will. Hier steht, wie es aufgebaut ist, wie du es Schritt für Schritt verwendest und welche Fehler am häufigsten vorkommen.
Diese Anleitung beschreibt die Handhabung des Geräts im Labor. Sie enthält keine Dosierungsempfehlung und keine medizinische Beratung. Alle Compounds sind ausschließlich für Labor- und Forschungszwecke bestimmt.
Beim klassischen Fläschchen bekommst du ein Lyophilisat, das du mit bakteriostatischem Wasser auflösen und anschließend selbst umrechnen musst. Beim Pen ist dieser Schritt bereits erledigt. Der Compound liegt in fester Konzentration vor, und der Mechanismus gibt pro Klick eine gleichbleibende Menge ab.
Das nimmt zwei Fehlerquellen weg: das Abmessen der Flüssigkeit und das Aufziehen. Übrig bleibt eine dritte, nämlich das Zählen der Klicks. Genau darum geht es im mittleren Teil dieser Seite.
Die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Hersteller, der Aufbau ist bei allen Pens gleich.
Alles griffbereit, bevor die Kappe abgeht. Das klingt pedantisch, verhindert aber genau die Situation, in der ein offener Pen irgendwo abgelegt wird.
Abgewischt, trocken und frei. Alkoholtupfer und ein Abwurfbehälter für die Nadel liegen bereit.
Direkt aus dem Kühlschrank ist die Flüssigkeit zäher und der Mechanismus schwergängiger. Zwanzig bis dreißig Minuten liegen lassen reicht.
Compound, Konzentration und Chargennummer. Mit dieser Nummer bekommst du das passende COA.
Schritt drei wird am häufigsten übersprungen und ist genau der, der über die Genauigkeit entscheidet.
Kappe ab, durch das Sichtfenster schauen. Die Flüssigkeit soll klar sein. Trüb, flockig oder verfärbt bedeutet: nicht weiter verwenden.
Schutzfolie abziehen, Nadel gerade aufschrauben, handfest anziehen. Nicht mit Kraft festdrehen, das verzieht das Gewinde.
Kleinste Menge einstellen, Pen mit der Nadel nach oben halten, leicht gegen das Gehäuse tippen und den Knopf drücken, bis ein Tropfen erscheint. Luft in der Kartusche kostet Volumen und damit Genauigkeit.
Dosierring drehen, bis die Zahl im Fenster steht. Zu weit gedreht? Einfach zurückdrehen, dabei geht nichts verloren.
Knopf gleichmäßig bis zum Anschlag drücken. Nicht ruckartig, das erzeugt Druckspitzen und Verlust an der Spitze.
Knopf gedrückt lassen und langsam bis fünf zählen, bevor du zurückgehst. Der Rest der Flüssigkeit braucht diesen Moment, um durch die dünne Nadel zu laufen.
Abschrauben und direkt in den Abwurfbehälter. Eine Nadel wird einmal benutzt, nie zweimal. Eine am Pen gelassene Nadel ist ein offener Kanal.
Datum, Menge und Chargennummer festhalten, Kappe drauf, zurück in die Kühlung. Ohne Notiz weißt du in zwei Wochen nicht mehr, wo du standst.
Das ist der Punkt, an dem die meisten Rechenfehler entstehen.
Der Mechanismus schiebt bei jedem Klick immer dasselbe Volumen vor. Wie viel Compound darin steckt, hängt allein von der Konzentration in der Kartusche ab. Ein Pen mit 30 mg und ein Pen mit 15 mg bei gleichem Füllvolumen liefern pro Klick unterschiedliche Mengen.
Deshalb lässt sich die Klickzahl eines Pens nicht auf einen anderen übertragen, auch nicht bei demselben Compound.
Du brauchst drei Zahlen vom Etikett: die Gesamtmenge in Milligramm, das Gesamtvolumen in Millilitern und das Volumen pro Klick. Daraus ergibt sich die Konzentration, und daraus die Menge pro Klick.
Der Peptid-Rechner nimmt dir das Umrechnen ab. Er gibt keine Empfehlung, er rechnet nur die Zahlen ineinander um, die du eingibst.
Wir nennen bewusst keine Klickzahlen und keine Mengen. Nicht aus Zurückhaltung, sondern weil jede solche Angabe eine Dosierungsempfehlung wäre, und die dürfen und wollen wir nicht geben. Die Zahlen auf deinem Etikett und der Rechner geben dir alles, was du brauchst, um selbst zu bestimmen, womit du arbeitest.
Anders als ein Lyophilisat liegt der Compound im Pen bereits gelöst vor. Damit ist er empfindlicher, und die Aufbewahrung wird zu einem Teil der Handhabung.
Zum Vergleich: bei einem Fläschchen mit Lyophilisat beginnt diese Uhr erst beim Auflösen mit bakteriostatischem Wasser. Beim Pen läuft sie ab dem ersten Klick.
Keiner davon ist dramatisch, alle kosten Genauigkeit oder Haltbarkeit.
Nein. Ein Pen ist vorgefüllt, der Compound liegt bereits gelöst vor. Bakteriostatisches Wasser brauchst du nur für Fläschchen mit Lyophilisat.
Ein Klick entspricht immer demselben Volumen, aber nicht immer derselben Menge Compound. Das hängt von der Konzentration ab, die auf dem Etikett steht. Mit dem Peptid-Rechner rechnest du es für deinen Pen aus.
Weil Luft in der Kartusche Platz einnimmt, den der Mechanismus als Flüssigkeit mitrechnet. Ohne Entlüften gibt der Pen weniger ab als eingestellt. Ein Tropfen an der Spitze ist das Signal, dass die Leitung voll ist.
Nein. Solange du den Knopf nicht gedrückt hast, kannst du den Ring einfach zurückdrehen. Erst das Drücken gibt Flüssigkeit ab.
Nein. Ein Pen bleibt bei einer Arbeitsstelle und wird nicht weitergegeben, auch nicht mit neuer Nadel. Das gilt in jedem Laborumfeld als Grundregel.
Kürzer als ein ungeöffneter, weil der Compound gelöst vorliegt und mit jedem Klick Luft nachströmt. Notiere das Anbruchdatum. Bei Trübung, Partikeln oder Verfärbung gilt unabhängig vom Datum: nicht weiter verwenden.
Nadeln sind Einwegteile und werden separat geführt. Du findest sie unter Zubehör, zusammen mit Alkoholtupfern und Abwurfbehältern.
Es geht um die Darreichungsform. Ein Nasenspray arbeitet ohne Nadel und gibt pro Sprühstoß eine feste Menge ab. Welche Form für einen Compound infrage kommt, hängt vom Molekül ab, nicht vom Wunsch.
Schreib uns. An Werktagen antworten wir in der Regel innerhalb von 24 Stunden, und zwar von jemandem, der das Sortiment kennt.
Research use only. Ausschließlich für Labor- und Forschungszwecke, nicht für den menschlichen oder tierischen Verzehr. Verkauf ab 18 Jahren. Diese Anleitung beschreibt die Handhabung eines Geräts und ist keine Dosierungsempfehlung und keine medizinische Beratung.