Es gehört zu einer Charge
Nicht zu einem Produktnamen und nicht zu einem Anbieter. Ohne Chargennummer, die zu deinem Etikett passt, sagt das Dokument nichts über dein Fläschchen aus.
Ein Certificate of Analysis ist der Analysebericht zu einer einzelnen Charge. Es ist das einzige Dokument, mit dem sich überprüfen lässt, was tatsächlich im Fläschchen ist. Auf dieser Seite gehen wir Feld für Feld durch, was darauf steht und woran du ein wertloses COA erkennst.
Nicht zu einem Produktnamen und nicht zu einem Anbieter. Ohne Chargennummer, die zu deinem Etikett passt, sagt das Dokument nichts über dein Fläschchen aus.
Ist es der richtige Stoff, und wie sauber ist er. Das erste beantwortet die Massenspektrometrie, das zweite die HPLC. Beide Werte gehören auf ein vollständiges COA.
Ein COA ist ein Analysebericht, keine Empfehlung. Steht darauf etwas über Anwendung, Dosierung oder Nutzen, ist das kein COA mehr, sondern Werbung.
Research-Peptide sind keine Arzneimittel. Es gibt keine Zulassungsbehörde, die vorab prüft, was in einem Fläschchen landet, und keine Packungsbeilage, die jemand gegenlesen muss. Das Etikett ist eine Behauptung des Verkäufers, mehr nicht.
Genau deshalb ist das COA so wichtig. Es ist der einzige Punkt, an dem eine Behauptung zu einer Messung wird. Ein Labor hat eine Probe aus genau dieser Charge analysiert, mit einer benannten Methode, an einem festgehaltenen Datum.
Ein Anbieter, der auf die Frage nach dem COA ausweicht, sagt damit mehr über seine Ware aus als jede Produktbeschreibung.
Die Reihenfolge unterscheidet sich je nach Labor, der Inhalt sollte es nicht. Fehlt eines dieser Felder, lohnt sich eine Rückfrage.
Der Name des Compounds und die Aminosäurefolge. Die Sequenz ist wichtiger als der Name, denn Handelsnamen variieren, die Sequenz nicht.
Der wichtigste Punkt. Diese Nummer muss identisch mit der auf deinem Etikett sein. Stimmt sie nicht überein, gehört das Dokument zu einer anderen Produktion.
Ein Prozentwert, meist zusammen mit dem Chromatogramm. Bei Research-Peptiden liegt der übliche Bereich bei 98 Prozent und darüber.
Zwei Zahlen: der theoretische Wert aus der Sequenz und der gemessene Wert aus der Massenspektrometrie. Sie sollten praktisch übereinstimmen.
Meist weißes bis cremefarbenes Lyophilisat. Klingt banal, ist aber die einzige Angabe, die du selbst nachprüfen kannst, sobald du das Fläschchen in der Hand hast.
Die Füllmenge in Milligramm. Wichtig, wenn du später mit dem Peptid-Rechner eine Konzentration bestimmen willst.
Welches Verfahren verwendet wurde, zum Beispiel RP-HPLC und ESI-MS. Ohne benannte Methode ist ein Messwert nicht einzuordnen.
Prüfdatum, Name des Labors und eine Freigabe. Ein COA ohne Datum kann Jahre alt sein und zu einer längst verkauften Charge gehören.
Dies ist der Punkt, an dem die meisten Missverständnisse entstehen, deshalb hier etwas ausführlicher.
Die HPLC trennt die Probe auf. Jeder Bestandteil erscheint als eigener Peak, und die Fläche unter einem Peak entspricht seinem Anteil. Sind 99 Prozent der gesamten Peakfläche das Zielpeptid, steht 99 Prozent auf dem COA.
Das restliche Prozent sind meist Nebenprodukte aus der Synthese, zum Beispiel Ketten, denen eine Aminosäure fehlt.
Es bedeutet nicht, dass das Fläschchen zu 99 Prozent aus Peptid besteht. Wasser, Salze und Reste des Puffers werden vom Detektor nicht erfasst und tauchen im Chromatogramm gar nicht auf.
Der sogenannte Peptidgehalt ist eine andere Zahl und wird separat bestimmt. Auf den meisten COAs für Research-Peptide steht sie nicht.
Bei Peptidsynthese ist ein Rest an Nebenprodukten normal. Werte, die auffällig nah an hundert liegen, sind entweder gerundet oder stammen nicht aus einer echten Messung.
Die Kurve zeigt, ob wirklich ein einzelner scharfer Peak vorliegt. Eine nackte Zahl ohne Grafik lässt sich nicht nachvollziehen.
Ein sauber synthetisiertes falsches Peptid liefert ebenfalls einen schönen Peak. Erst die gemessene Masse zeigt, ob es der richtige Stoff ist.
Ein PDF mit einem Labor-Logo ist schnell gemacht. Diese sechs Punkte fallen bei genauem Hinsehen auf.
Sie steht auf dem Etikett des Fläschchens oder des Pens, meist unter der Mengenangabe.
Über das Kontaktformular oder per E-Mail. Das Feld für die Chargennummer steht dort schon bereit.
Vergleiche zuerst die Nummer auf dem Dokument mit der auf dem Etikett. Danach die Masse und den HPLC-Wert.
Für Certificate of Analysis, auf Deutsch Analysenzertifikat oder Prüfbericht. Der englische Begriff hat sich auch im deutschsprachigen Raum durchgesetzt, weil die Dokumente selbst meist auf Englisch ausgestellt sind.
Weil eine Produktseite viele Chargen überdauert. Ein dort hinterlegtes PDF wäre für die meisten Bestellungen schlicht das falsche Dokument. Deshalb arbeiten wir mit der Chargennummer und schicken dir gezielt das passende.
Ja. Unabhängige Analyselabore bieten Prüfungen für Dritte an. Das kostet Geld und dauert, ist aber der einzige Weg zu einer wirklich unabhängigen Bestätigung. Wer viel Wert darauf legt, sollte diesen Weg mindestens einmal gehen.
Es ist dasselbe Dokument, nur in einer anderen Sprache benannt. Wichtiger als der Titel ist der Inhalt: Chargennummer, Methode, Messwerte, Datum und eine Freigabe.
Nein. Ein COA beschreibt Identität und Reinheit einer Charge, mehr nicht. Es sagt nichts über Sicherheit, Eignung oder Wirkung aus. Alle Compounds hier sind ausschließlich für Labor- und Forschungszwecke bestimmt.
Es beschreibt den Zustand der Charge zum Prüfdatum. Wie lange dieser Zustand hält, hängt von der Lagerung ab. Als trockenes Lyophilisat kühl und dunkel gelagert bleibt ein Peptid lange stabil, gelöst deutlich kürzer.
Ja, für jede Darreichungsform. Das COA gehört zur Charge des Compounds, unabhängig davon, ob dieser später in einem Pen, einem Nasenspray oder einem Fläschchen landet.
An Werktagen antworten wir in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Du bekommst das Dokument, das zu deiner Charge gehört, kein Sammel-PDF.
Research use only. Ausschließlich für Labor- und Forschungszwecke, nicht für den menschlichen oder tierischen Verzehr. Verkauf ab 18 Jahren. Dieser Artikel erklärt ein Analysedokument und ist keine medizinische Beratung.